Landesmeisterschaften, baby

Ja, jedes Jahr gibt es sie wieder: die Landesmeisterschaften im Straßenrennen und beim Zeitfahren. Für uns gab es dieses Jahr einiges zu verteidigen: schließlich war Conny 2015 sozusagen Doppelmeisterin. Und wenn man Meisterin ist, darf man zur Deutschen Meisterschaft, wird ehrfürchtig Meisterin genannt und wird zur glamourösen Sportlerehrung des Berliner Landesverbands eingeladen, wo man kostenlos Bockwurst essen darf. Zudem sind wir ja jetzt nicht nur in Berlin vertreten sondern auch in Hessen. Also, gleich zwei mal die Chance auf die ganze Palette! Da stand einiges auf dem Spiel!

Los ging’s mit der Zeitfahrmeisterschaft, die dieses Jahr in Berlin eine Woche vorverlegt wurde. Der Kurs war bekannt, eine Straße in Lehnitz, die einmal hoch und wieder runter zu fahren ist.

Foto: Thomas Hildebrandt

Foto: Thomas Hildebrandt

Das ergibt dann 16,8 harte Kilometer. Die Strecke in Lehnitz gehört schon zu den eher anspruchsvolleren Zeitfahrstrecken. Am Anfang gibt es einen ca. 2km langen ganz leichten Anstieg, der macht, zusammen mit dem Gegenwind an dem Tag, das Rennen gleich zu einer kleinen Übung in Selbstkontrolle und Disziplin. Conny ging also als Letzte an den Start und alle hatten sich schon mit ihren Stoppuhren postiert, um zu sehen, ob sie das nun schaffen würde gegen die harte Konkurrenz von Sabine Dittmann (die extra fürs Meisterschafts-wochenende aus ihrer neuen Heimat in Süddeutschland angereist war), Yvonne Fiedler von den Koga Ladies und Maxie Rathmann.

Zeitfahrstart Foto: A. Piechocki

Zeitfahrstart
Foto: A. Piechocki

Und irgendwie hat es Conny wieder geschafft. Fünf kleine Sekunden konnte sie vor Sabine Dittman ins Ziel tragen und die feine Meisterschaftsmedaille wieder mit nach Hause nehmen. Der erste Teil der Mission Titelverteidigung war also erfüllt. Und auch Nadine, für die diese Saison immer noch die erste Wettkampfsaison im Radsport ist, konnte sich gut präsentieren.

In der Woche darauf griff dann Yvonne in Titelkämpfe in Hessen ein. Ganz sicher war die Konkurrenz erst einmal geflasht von unseren todschicken Trikots. So schön wie wir fährt keine! Yvonne hatte es allerdings gleich erst einmal mit einer Riege Bundesligafahrerinnen zu tun, die sich wenig beeindruckt von unserem Design zeigten und erst einmal die Gruppe in dieser bergigen Gegend zerlegten. Yvonne hielt allerdings Stand und fuhr beherzt um Platz 3, der dann mit einem Fotofinish entschieden werden musste. Leider verpasste sie das Podium nur um ein paar winzige Millimeter. 🙁Yvonne2

Conny und Nadine waren dann etwas später am Tag für unsere schöne Hauptstadt im Spreewald am Start. Conny war auch hier zur Titelverteidigung entschlossen und hatte sich schon einen ausgeklügelten Plan zurecht gelegt. Aber wie das so ist mit den Plänen.

Start

Conny, Nadine und Julia am Start im Velox Gewand

Conny träumt ja seit 20 Jahren von DER Attacke und ähm ja, bisher hat das noch nicht so recht funktioniert und auch diesmal war wohl noch nicht der richtige Moment gekommen. Aber immerhin konnte sie im rasanten Finale mitmischen und den dritten Platz sichern. Und wie der Berliner sagen würde: dit is doch ooch wat! Nadine wurde leider in einen Sturz verwickelt und konnte danach nicht mehr ins Renngeschehen eingreifen.

Foto: Mianzi Rei

Foto: Mianzi Rei

 

Dafür, meine Damen und Herren, hatten wir aber bei den Jedermännern- und frauen aber noch ein krasses Ass im Ärmel:  Unser Neuzugang Anne lieferte ein astreines Rennen, griff im richtigen Moment schlau wie der Fuchs an und huschte als erste über die Ziellinie. Die gesamte Velonistasriege verehrt sie bis heute ehrfürchtig für diesen Coup!

Und damit ein Prosit auf die Mädels – die auf dem Treppchen, die knapp dahinter, aber auch die immer zuverlässigen Supporterinnen rechts und links der Rennstrecke!

Anne

Das Lächeln der Siegerin!

Podium-Anne

Anne hat gewonnen! Yeah!

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